Der Kern des Problems: Warum PFAS so problematisch sind

PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) zeichnen sich durch eine extreme Stabilität aus. Das Problem: Sie binden sich nicht einfach an herkömmliches Erdreich, sondern sind hochmobil und wandern bei Regen direkt ins Grundwasser. Das macht belasteten Boden in der Praxis zu „Sondermüll auf Wanderschaft“.

Die Firma Stehr, Inhaber von über 100 Patenten, hat sich dieser gewaltigen Herausforderung angenommen und ein wegweisendes System zur Problemlösung entwickelt: das Einmischen von Aktivkohle zur Immobilisierung belasteter Böden. Das PEFAS-System ist aktuell das absolute Trend-Thema der Branche – und das aus gutem Grund. Während andere noch darüber rätseln, wie man die „Ewigkeitschemikalien“ (PFAS/PFC) in den Griff bekommt, liefert Stehr mit dem PEFAS-Verfahren (PFAS-Elimination durch Fixierung und Adsorptive Stabilisierung) eine handfeste Lösung.

Die Stehr EXPO: Vom Albtraum zur Lösung

Dass dieses System im Mittelpunkt der letzten Stehr EXPO stand, ist wenig verwunderlich. Für viele Bauunternehmer und Kommunen ist das Thema PFAS momentan ein kostspieliger Albtraum. Normalerweise bedeutet PFAS im Boden: großflächiger Aushub, Transport quer durch Deutschland und die Lagerung auf Spezialdeponien für Unmengen an Geld.

Stehr dreht das Spiel um:

  • Aufbereitung vor Ort statt Abtransport: Das spart tausende LKW-Fahrten und schont das Budget massiv.
  • Die Staub-Falle gelöst: Aktivkohle ist extrem leicht und staubt stark. Das Stehr-System SBF 24 / 6 ist hier der entscheidende Faktor. Es arbeitet staubfrei, sodass die Aktivkohle präzise dort landet, wo sie wirken soll: im Boden, nicht in der Umgebungsluft.

Technische Präzision gegen chemische Instabilität

Durch das Einmischen der Aktivkohle werden die Schadstoffe im Boden „eingesperrt“ (immobilisiert), sodass sie nicht mehr ins Grundwasser ausgewaschen werden können. Der Clou an der Technik ist die Kombination aus dem bewährten Stehr-Mischer und einer präzisen, computergesteuerten Dosierung.

In Storndorf konnten die Fachbesucher live erleben, wie aus einer ökologischen Last wieder stabiler, unbedenklicher Baugrund wird. Diese „Problemlöser-Mentalität“ ist genau das, was die Branche schätzt: Ein Riesenproblem wird gelöst, ohne aus der Lösung ein neues Problem zu machen.

Schluss mit dem Logistik-Wahnsinn

Die Erleichterung in der Branche ist spürbar, da das Stehr PEFAS-System eine massive Marktlücke schließt. Bisher war PFAS oft das „Todesurteil“ für ein Bauprojekt oder zumindest ein finanzielles Fass ohne Boden. Angesichts immer strengerer Grenzwerte (Stichwort: Mantelverordnung) steht nun ein System zur Verfügung, mit dem diese Werte verlässlich eingehalten werden können.

Zusätzlich wird der ökologische Wahnsinn gestoppt: Wer schon einmal versucht hat, zehntausende Tonnen belasteten Boden über hunderte Kilometer zur einzigen verfügbaren Deponie zu karren, weiß, wie dringend diese Innovation gebraucht wurde. Mit der Stehr-Erfindung wird Abfall wieder zu Baustoff.

Qualität durch Homogenität

Grundvoraussetzung für den Erfolg ist die exakte Ausbringung und Einmischung der Kohle. Entstehen durch ungleichmäßige Verteilung sogenannte „Nester“, kann dort weiterhin PFAS ausgewaschen werden. Die Stehr-Mischer spielen hier ihren Vorteil aus: Durch ihre hohe Kraft und die spezielle Werkzeuganordnung schließen sie den Boden förmlich auf und verteilen die Kohle mikroskopisch fein.

Wichtig für Anwender: Dieses System entspricht als einziges den Bestimmungen der BG Bau (Merkblatt C 487).


„Problem erkannt, Stehr gebaut“ – dieser Spruch kursiert schon lange in Storndorf. Beim Thema PFAS scheint er passender denn je.

 

SCHWALMTAL / HESSEN – Im Einsatz auf Truppenübungsplätzen und in internationalen Krisengebieten sind Robustheit und der Schutz des Personals das oberste Gebot. Das Schwalmtaler Unternehmen Stehr Baumaschinen, weltweit führend in der Entwicklung spezialisierter Anbautechnik, setzt neue Maßstäbe für die militärische Gefahrenabwehr. Mit einer Synergie aus deutscher Ingenieurskunst und innovativer Technik präsentiert Stehr ein System, das die Sicherheit auf Bundeswehrstandorten signifikant erhöht.
Revolution der Brandbekämpfung: Die Hochdrucklöschturbine
Brände auf Truppenübungsplätzen stellen ein extremes Risiko dar: Munitionsaltlasten und Blindgänger machen die Brandbekämpfung mit herkömmlichen Methoden lebensgefährlich. Hier setzt die Stehr-Löschturbine neue Standards.
Anstatt eines massiven Wasserstrahls erzeugt die Turbine einen fein zerstäubten Wassernebel. Dieser physikalische Kniff maximiert die Kühloberfläche, entzieht dem Brandherd in Sekundenschnelle die thermische Energie und unterdrückt effektiv den Sauerstoff. Der entscheidende Vorteil für das Militär: Durch die enorme Reichweite der Turbine kann die Brandbekämpfung aus sicherer Distanz erfolgen – weit außerhalb der unmittelbaren Gefahrenzone von detonierender Altmunition. In Kombination mit einem 15.000-Liter-Tankanhänger und einem Fendt 942 Vario entsteht ein mobiles Kraftpaket, das auch in schwerstem Gelände höchste Einsatzbereitschaft garantiert.
Staubbindung: Klare Sicht für schwere Konvois und Luftfahrzeuge
Neben der Brandbekämpfung löst das Stehr-System ein weiteres kritisches Problem: die Staubentwicklung auf unbefestigten Marschrouten und improvisierten Flugfeldern. Aufgewirbelter Staub gefährdet nicht nur die Sicht und damit die Sicherheit der Soldaten, sondern führt auch zu massivem Verschleiß an Triebwerken und technischem Gerät.
Stehr bietet eine hocheffektive Lösung zur Bodenstabilisierung. Über den 15.000-Liter-Anhänger wird unter hohem Druck eine Magnesiumchlorid Sole ES 33 der Fa. Deusa ausgebracht. Diese bindet die Feuchtigkeit dauerhaft im Boden. Schotterpisten bleiben dadurch fest und staubfrei, ohne dass ein ständiges Nachwässern erforderlich ist. Dies macht Infrastrukturwege in kürzester Zeit hochbelastbar für schwere Militärkonvois und Transportflugzeuge wie den Airbus A400M.
Internationale Erfolge: Eine Landebahn in Rekordzeit
Wie leistungsfähig die Technik aus Hessen ist, bewies Stehr bereits eindrucksvoll in England. Im Auftrag des britischen Militärs (23 Parachute Engineer Regiment) realisierte Stehr auf dem ehemaligen Militärflugplatz Woodbridge ein Mammutprojekt: In der Rekordzeit von nur acht Tagen wurde eine 1.600 Meter lange und 38 Meter breite Start- und Landebahn für den 140 Tonnen schweren A400M errichtet.
Zum Einsatz kam das System SBF 24/6 (Staubfreies Bodenstabilisierungssystem). Vier Traktoren mit je 400 PS frästen in Kombination mit der Stehr-Erfindung ein Bindemittelgemisch aus Kalk und Zement bis zu 500 mm tief in den gewachsenen Boden ein. Wo zuvor Wald und Wildnis waren, entstand ohne zeitaufwendigen Materialaustausch eine hochbelastbare Piste, die durch die anschließende Behandlung mit Magnesiumchlorid nahezu staubfrei gehalten wird.
"Unsere Technik hat sich vom klassischen Tiefbau zu einer hochspezialisierten Lösung für extreme Bedingungen entwickelt. Wir bieten der Truppe die Werkzeuge, um Infrastruktur schneller aufzubauen und Gefahren effizienter zu begegnen als je zuvor“, so ein Sprecher der Firma Stehr."

Stehr SPR 3 P Universal Ramme
Schnee- und Zaunpfähle: Einsetzen und wieder Herausziehen
Die jährliche Prozedur, tausende von schwarz-gelben Schneepfählen entlang der Straßen zu setzen und nach dem Winter wieder einzusammeln, ist traditionell eine der aufwendigsten und körperlich anstrengendsten Aufgaben für das Personal im Winterdienst. Diese manuelle Arbeit bindet nicht nur mehrere Arbeitskräfte, sondern verursacht auch erhebliche Kosten für Kommunen und Länder.
Kernstück der Neuentwicklung ist eine clevere Anbauvorrichtung für gängige Trägerfahrzeuge. Diese wird über die genormte 3-Punkt-Hydraulik befestigt. Auf der Vorrichtung ist eine begehbare Plattform aus Gitterrosten montiert, die dem Bediener einen sicheren Stand bietet. Seitlich an dieser Plattform ist eine hydraulisch betriebene Ramme angebracht. Das gesamte System kann hydraulisch um 70 Zentimeter verschoben werden.
Die Bedienung der Stehr-Innovation ist auf maximale Effizienz und Reduzierung der körperlichen Belastung ausgelegt:
Die mitgeführten Pfähle werden vom Bediener auf der Plattform mit einer Hand in das Führungsrohr gelegt. Mit der anderen Hand wird die Ramme per Hydraulikzylinder nach unten abgesenkt und das Schlagwerk aktiviert. Dieses treibt die Pfähle von 1500 bis 2500 mm Länge mit einer Schlagfrequenz von 1400 Schlägen pro Minute in den Boden. Mit einer einfachen Vorrichtung lassen sich diese auch wieder herausziehen. Der Abstand der einzelnen Pfähle wird über ein GPS-System erfasst und lässt sich plus minus 2 Zentimeter genau festlegen.

Stehr Spezialmaschinen

Stehr Baumaschinen GmbH ist eine innovative Firma im Bereich Maschinenbau. Wir produzieren unter anderem Spezial­baumaschinen, die teilweise in Deutschland und europaweit paten­tiert wurden. Stehr-Maschinen werden von der Praxis für die Praxis entwickelt.

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