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Stehr - Recycler


Info 11/02

Mechanische Bodenverbesserung nach der ZTVE

Von jeher nehmen die ZTVE-Stb eine Sonderstellung ein, weil die zugrundeliegenden ATV DIN 18300 für nahezu alle Tiefbaubereiche gelten. Hierzu gehören neben dem Straßenbau die Erdarbeiten für alle Hochbauten sowie für Schienenfahrwege, Staudämme, Deiche, Kanäle und Rohrleitungen.
Im Vorwort zur 2. Auflage, Fassung 1997 der ZTVE (Kirschbaum Verlag Bonn) durch Professor Dr.-Ing. Rudolf Floss heißt es unter anderem:

Den Stand der Technik mit allen verfügbaren technisch-wirtschaftlichen Mitteln zu nutzen - die standortspezifischen Gegebenheiten, die funktionsgemäß erforderlichen Sicherheiten und die Anforderungen des Umweltschutzes zu berücksichtigen.

Ein wesentlicher Bestandteil der ZTVE wird in der Verbesserung von nichttragfähigen Böden dargestellt. So können diese Böden durch verschiedene Verfahren verfestigt oder verbessert werden.

Zu diesen gehört unter der

ZTVE 12.2 die Mechanische Bodenverbesserung.


Mechanische Bodenverbesserungen können im Untergrund, in der Dammaufstandsfläche und im Unterbau zur Verbesserung der Einbaufähigkeit und Verdichtbarkeit von Böden und zur Erleichterung der Ausführbarkeit von Bauarbeiten angewandt werden.

Folgende Verfahren kommen in Betracht:

  1. Verbessern von weichen Böden durch Einrütteln, Einschlagen oder Einmischen von geeigneten Baustoffen. Geeignete Baustoffe in diesem Fall sind z. B. Sand, Kies, Steine sowie industrielle Nebenprodukte nach Maßgabe der einschlägigen Teile des "Merkblattes über die Verwendung von industriellen Nebenprodukten im Straßenbau".
  2. Verbessern von schluffigen oder tonigen Böden durch Einmischen von geeigneten Böden, erforderlichenfalls nach vorherigem Auflockern mit geeignetem Gerät.
  3. Verbessern von Sand oder Kies mit enggestufter Korngrößenverteilung durch Einmischen von geeigneten Körnungen, gegebenenfalls auch - sofern die fertige Schicht befahren werden soll - durch Zugabe von Feinkorn bis 0,063 mm (Tonmineral) in so geringer Menge, dass eine Bindewirkung an der Oberfläche, jedoch keine Schlammbildung eintritt.

In keinem Absatz wird in dem technischen Regelwerk darauf hingewiesen, dass im Boden befindliche Steine ausgesiebt (separiert) werden sollen, um eine Bodenverbesserung oder Stabilisierung zu erreichen.

Genau für dieses vorgeschriebene Verfahren entwickelte die Firma Stehr aus dem oberhessischen Schwalmtal eine Maschine, die bestens geeignet ist, dieses umweltschützende und kostengünstige Bauverfahren anzuwenden.


Den Stehr Recycler als Anbaugerät für Hydraulikbagger

Bodenaushub, der bis jetzt kostenintensiv ausgetauscht wurde, wird so aufbereitet, dass in den meisten Fällen kein oder sehr wenig Bindemittel zugesetzt wird. Allein durch das Brechen mit gleichzeitigem Mischen der im Aushub befindlichen mineralischen Reststoffe wird eine optimale Kornzusammensetzung und somit ein hochwertiger verdichtungsfähiger Baustoff hergestellt. Sämtlicher Aushub, wie Altasphalt, alte Frostschutzschichten, Steine, Bauschutt usw., wird direkt auf der Baustelle aufbereitet und einer kostengünstigen, umweltschonenden Wiederverwertung zugeführt. Lästige Staubentwicklungen, die beim Streuen von Bindemittel entstehen, werden vermieden, da andere Bindemittel wie Kalk und Zement eingesetzt werden können.
Sehr gute Ergebnisse werden durch Untermischen von Recyclingmaterial oder Brechsand erreicht. Da in diesem Material noch hydraulisch wirkende Reststoffe vorhanden sind, ist hier sogar eine Langzeitwirkung festzustellen. Diese Erkenntnisse wurden von Erdbaulabors und Bodengutachtern festgestellt.


Jürgen Stehr

juergen@stehr.com


Technische Daten
Kostenersparnis
Mechanische Boden-
verbesserung