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Stehr - Gravel-Road-Finisher Die Spezialisten von Stehr aus dem oberhessischen Schwalmtal entwickelten zusammen mit der Hessen-Forst-Technik (Herr Kessler und Herr Tolle) ein System, um Wege und Straßen mit wassergebundenen Decken schnellstmöglichst mit geringem Aufwand zu sanieren. Da weltweit nur ca. 75 % der Straßen asphaltiert, aber überall landwirtschaftiche Traktoren vorhanden sind, wird das Stehr-System enorm dazu beitragen, die Verkehrs-Infrastruktur in vielen Entwicklungsländern enorm und kostengünstig zu verbessern. Der sogenannte Gravel-Road-Finisher wird an ein Trägergerät, wie Traktor, Radlader, Grader, Unimog oder dergleichen front- und heckseitig angebracht. Die heckseitige Vorrichtung besteht aus einer Mischvorrichtung mit angebauter Profiliereinrichtung oder Einbaubohle. Damit wird in normaler Fahrtrichtung des Trägergerätes bestehendes Wegematerial aufgelockert, gemischt und profiliert. Die Einbaubohle ist so konstruiert, dass jedes bekannte Straßenprofil in nur einem Übergang angelegt werden kann. Dies geschieht mit einer Geschwindigkeit von 15 - 20 km/h !!! Keine auf dem Markt bekannte Maschine kommt auch nur annähernd an diese Leistung heran. Der Mischeffekt erfolgt nur rein statisch, ohne jeglichen zusätzlichen Antrieb: durch Werkzeuge, die nur durch den Materialfluss das Material durchmischen. Zusätzlich ist an der Seite ein Planierschild angebracht, das sich über die Arbeitsbreite hinaus ausfahren lässt. Hiermit wird der Bewuchs mit Humus auf den Banketten nach außen gefördert, um Regenwasser auf der Seite abzuleiten. Es ist auch möglich, ein vorher aufgebrachtes Bindemittel, wie Kalk, Zement oder vorher aufgebrachter Schotter oder Mineralgemisch in das bestehende Wegematerial einzumischen. Die Größe des Stehr-Gravel-Road-Finisher ist so ausgelegt, dass die Herstellung und Sanierung eines Weges mit wassergebundener Decke von 3 m Breite in drei Schritten erfolgt: Abschieben des organischen Materials (Bewuchs, Humus usw.) von der Straßenmitte und auf den Banketten nach außen; Auflockern, Mischen und Profilieren mit anschließender Verdichtung. Diese erfolgt durch einen an der Frontseite angebrachten Plattenverdichter.
Da die Verdichtung die längste Zeit in Anspruch nimmt, ist der Plattenverdichter so ausgelegt, dass er die gesamte Breite von 3 m bei nur einer Überfahrt verdichtet. Dabei sind die Aufhängungen der Plattenverdichter so angeordnet, dass diese sich immer den vorgegebenen Flächen - ob flach, schräg oder sogenanntem Dachprofil - angleicht.
Technische Daten:
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