Stehr Spezialmaschinen
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  • 26.05.2009
    Staub ist der ärgste Feind
     
    Zum Schutz der Festung Königstein werden bei einer Haldensanierung Spezialfräsen eingesetzt
     

     
    Feldherren haben ihre Mauern nie überwinden können. Nachdem Kurfürst Christian I. von Sachsen im 16. Jahrhundert die Burg auf einem Felsplateau 240 Meter über der Elbe zur stärksten Festungsanlage Sachsens ausbauen ließ, wurde die Festung Königstein in ihrer über 750-jährigen Geschichte nie von feindlichen Truppen eingenommen. Dafür erobern jährlich eine halbe Millionen Besucher die 9,5 Hektar große Anlage, die das Wahrzeichen des Nationalparks Sächsische Schweiz   ist. Zum Schutz des Ensembles gelten bei der Rekultivierung der benachbarten Halde Schüsselgrund besondere Vorschriften: Diese stammt   noch aus DDR-Zeiten, in denen an gleicher Stelle Uranerze abgebaut wurden. Die landschaftlichen Folgen dieses Bergbaus werden nun mit Sanierungsmaßnahmen aufgearbeitet. Um eine Staubemission zu vermeiden, setzen die Mitarbeiter der Bickhardt-Bau, Niederlassung Meerane, bei der Sanierung eine Stehr-Spezialfräse ein. Dabei wird mit einem Stehr-Frontanbaustreuer mit einem speziellen Zellenrad exakt 800 Gramm pro m² Bariumhydroxid-Oktahydrat aufgebracht und anschließend   computergesteuert der Weisfeinkalk mit der Stehr-Kombination Streuer/Fräse staubfrei eingefräst. Die Stehr-Kombination war das einzige Gerät auf dem Markt, das den Vorgaben des Auftraggebers, der Wismut AG, entsprach: in einem staubfreien Verfahren ein sogenanntes reaktives Gemisch auf die 150.000 Quadratmeter große Fläche aufzubringen. Die Maßnahme ist ein Forschungsprojekt der Wismut GmbH, das   vom Sächsischen Landesamt für Umwelt und Geologie überwacht wird. Durch das Einfräsen eines Gemisches aus Kalk und Bariumhydroxid-Oktahydrat in die obere, 20 Zentimeter starke Haldenschicht sollen im Untergrund befindliche Schadstoffe gebunden werden. In Verbindung mit Niederschlägen bildet das reaktive Gemisch eine Barriereschicht, die Radium, Uran und andere Schwermetalle bindet.
    70 Tonnen Gemisch bauen die Mitarbeiter täglich auf einer Fläche von 1500 Quadratmetern ein.
     



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