Stehr Spezialmaschinen
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  • 10.12.2008
    Bodenverbesserung ohne Bindemittel beim Kanalbau

    Stehr war die erste Firma in Deutschland, die sich mit dem Problem beschäftigte, Böden im Kanalbau so aufzubereiten, um diese an Ort und Stelle wieder einzubauen. Da der Bodenaushub aus bindigen Böden in den meisten Fällen nicht zu verdichten ist, muss er durch Austauschmaterial ersetzt werden. Dieses Verfahren ist sehr teuer und verschlingt alleine schon ca. 80 % der Bausumme auf einer Kanalbaustelle. Ein Verfahren sieht vor, den Boden durch Einmischen von Bindemitteln wie Kalk, Zement oder Mischbinder zu verbessern, um diesen verdichtungsfähig zu machen. Dieses Vorgehen ist aber in bebauten Gebieten durch die enorme Staubentwicklung des aggressiven Bindemittels nicht durchzuführen. Hinzu kommen noch hohe Zusatzkosten für das Bindemittel, den Transport und die Lagerung auf der Baustelle. Um eine nichtgewollte Aushärtung zu vermeiden, darf nur ca. 1% Bindemittel beigemischt werden.

    Stehr geht mittlerweile andere Wege - und das mit großem Erfolg. Das System, Aufbereiten und Verdichten von bindigen Erdaushub, macht dies möglich. Der Stehr - Recycler ist das einzige auf dem Markt zu findende Gerät, das sämtlichen Aushub wie Altasphalt, alte Frostschutzschichten, Steine, Bauschutt usw. (alles hochwertige mineralischen Reststoffe) direkt auf der Baustelle - im Gegensatz zu den bekannten Schaufelseparatoren - so aufbereitet, dass diese einer kostengünstigen, umweltschonenden Wiederverwertung zugeführt werden können. Lästige Staubentwicklungen, die beim Streuen von Bindemittel entstehen, werden vermieden, da in den meisten Fällen kein Bindemittel wie Kalk und Zement eingesetzt wird. Sehr gute Ergebnisse werden nur durch Lüften oder durch Untermischen von Recyclingmaterial oder Brechsand erreicht. Da in diesem Material noch hydraulisch wirkende Reststoffe vorhanden sind, ist hier sogar eine bodenverbessernde Langzeitwirkung festzustellen. Diese Erkenntnisse wurden von Erdbaulabors und Bodengutachtern festgestellt. Durch Beimischung von Recycling-Brechsand und Vorabsiebung oder durch Brechen und Mischen von im Boden befindlichen mineralischen Reststoffen mit dem Stehr -Recycler wird der Boden so aufbereitet, dass er verdichtungsfähig wird. So werden geforderte Verdichtungswerte mehr als erreicht.

    Vielerorts wird durch Unwissenheit von Ing.-Büros und Bodengutachter die Behauptung aufgestellt, dass das Beimischen von Baureststoffen nicht erlaubt ist. Diese Behauptung wurde durch eine vom Bundesministerium für Verkehr-, Bau- und Wohnungswesen finanzierte Forschungsarbeit (von der Ruhr Universität Bochum durchgeführt) widerlegt. Hier kam man zu dem Ergebnis, dass bis zu 30 % Anteil von ziegelreichen Recycling-Baustoffen verwertet werden können. Dieses Verfahren wurde auf einer Baustelle der Fa. Aumann, Babenhausen in der Nähe von Offenbach demonstriert. Hier wurden alle anderen bekannten Verfahren getestet, und es zeigte sich eindeutig, dass die Stehr-Idee gegenüber diesen ganz klare Vorteile aufweist.

    Neue Verdichtungsmethode:

    Als Glied einer Kette gehört hierzu die Verdichtung mit dem richtigen Verdichtungsgerät: dem Stehr-Verdichterrad. In einem Zeitraum von 4 Jahren wurden hiervon über tausend Stück verkauft.

    Nach Bearbeitung mit dem Stehr -Recycler wird der Boden mit der Stehr-Erfindung, dem Verdichterrad, das alleine das statische Gewicht des Trägergerätes eines Baggers ausnutzt, verdichtet. Und das auf eine Art, die beim ersten Anblick unglaublich erscheint. Um die hohen Verdichtungskräfte in den Boden zu leiten, wird keinerlei Antrieb benötigt. Allein das Eigengewicht des Baggers, das mit ca. 60 % auf dem Verdichterrad aufdrückt und eine „Hin- und Her“- Bewegung des Löffelstiels (ähnlich der Funktion eines Well- oder Nudelholzes) werden benötigt, um die enorme statische Kraft in den Boden eindringen zu lassen. Wenn zum Beispiel an einem 20 t-Bagger das 60 cm breite Rad angebaut wird, entsteht somit eine Linienlast von 200 kg/cm (mit einer Grabenwalze mit 60 cm Bandage und 6 to. Wuchtkraft nur ca. 50 kg/cm). Diese Kräfte werden durch die spezielle Form der Stampffüße vertikal und diagonal in den Boden geleitet. Es entsteht eine Verdichtung von unten nach oben. Die im Schüttgut vorhandenen luft- und wassergefüllten Poren werden nur durch Knet- und Druckwirkung beseitigt. Das Aufsteigen von Wasser durch die Bodenkapillaren - wie beim herkömmlichen dynamischen Verdichten bekannt - und eine Entmischung des Bodens ist ausgeschlossen. Beim Verdichten mit herkömmlichen Geräten, wie Rüttelplatte oder Grabenwalze, schiebt hier das aufsteigende Wasser die im Boden befindliche leichtere Luft vor sich her. Durch das Verschließen der Oberfläche mit diesen dynamischen Verdichtungsgeräten kann die Luft nicht entweichen, und somit entsteht der Luftpolstereffekt. So kann der Wassergehalt über 2 % des normalen Wertes liegen (eine Verdichtung mit Rüttelplatte und Grabenwalze ist hier nicht mehr möglich). Material bis zu einem Meter Höhe kann eingebaut und mit einem Durchgang verdichtet werden! Dadurch ist eine bis zu fünfmal höhere Leistung gegenüber den bekannten Anbaurüttelplatten, Grabenwalzen oder handgeführten Verdichtungsgeräten zu erreichen.

    Kein herkömmliches auf dem Markt erhältliches Verdichtungsgerät kommt an diese Leistung auch nur annähernd heran. Da kein Bedienungspersonal für handgeführte Geräte im Graben nötig ist, kann direkt hinter dem Verbaukorb auf einer Schräge verdichtet werden. Hohlräume, die beim Ziehen des Grabenverbaus unter den Verbauplatten entstehen, gibt es nicht mehr. So wurde außerdem noch bei der innovativen Fa. Feickert im hessischen Weilburg festgestellt, dass innerhalb eines Jahres ca. 250.000,-- € an Bindemitteln durch das Stehr-Verfahren eingespart werden konnte. Bis jetzt sind hier über 40 !!! Verdichterräder zur vollsten Zufriedenheit im Einsatz; über 20 bei der Fa. Weiland, Irrhausen in der Eifel. Für dieses innovative Verfahren fallen keinerlei Franchise-Gebühren o. ä. an.

    Das Ergebnis und die Schriften zur Forschungsarbeit der Ruhr Universität können über die Fa. Stehr kostenlos bezogen werden.



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