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 Bericht: Oberhessische Zeitung vom 12. August 2008:

 

Stehr-News 53

 

Technik der Stehr-HF Anbauverdichter

 

Jeder, der schon einmal mit hydraulischen Anbauverdichtern gearbeitet hat, kennt die Probleme, die durch Schwingungen beim Verdichten in das direkte Umfeld abgeleitet werden. Enorme Schäden an Bauten, Rohr und Elektroleitungen sind bekannt und mancher Computer ist schon abgestürzt. Die Spezialisten von Stehr stellten sich dem Problem und entwickelten ein Gerät, das schon kurz nach Markteinführung von den Anwendern sehr gut angenommen wird.

 

Jürgen Stehr: "Wir wollen nicht im Wettbewerb mit den vielen bekannten Herstellern sein, sondern die Probleme lösen, die durch andere entstehen"!

 

Die Grundplatte der Stehr-Anbauverdichter wird durch die in dem Vibrationsgetriebe eingebauten Exzenter in einseitig vertikale Schwingungen versetzt. Angetrieben von einem Hydraulikmotor über Zahnräder erfolgt eine gleiche Drehzahl der einzelnen Unwuchtwellen. Paarweise oder vierfach angeordnet werden diese somit mit gleicher Winkelgeschwindigkeit in entgegengesetzter Richtung in eine Rotation versetzt. Beide Unwuchtwellen erzeugen Zentrifugalkräfte Fc. Die horizontalen Komponeten fh heben sich auf, während die vertikalen Komponenten fv sich zur Gesamt-Zentrifugalkraft Fc addieren.

 

 

Durch die einzelnen, kleinen Unwuchtwellen ist eine hohe Drehzahl und somit eine hohe Schwingungsfrequenz möglich!! Durch die vertikal nach unten gerichteten addierten Zentrifugalkräfte Fc erfolgt eine Einleitung in das zu verdichtende Material fast zu 100 %. Bekannte Schwingungen in die Umgebung, wie sie beim Einsatz von herkömmlichen Anbauverdichtern mit Einkreisschwingern bekannt sind, werden fast aufgehoben. Hier treten immer öfters Probleme beim Verdichten in bewohnten Gebieten auf. Anwohner beschweren sich über zu hohe Erschütterungen, schon einige Baustellen mußten eingestellt werden. Durch die starken Resonanzschwingungen, die dabei entstehen, sind schon öfters schwere Schäden im Umfeld an Gebäuden, Leitunssystemen usw. festgestellt worden. Besonders bei innerörtlichen Baumaßnahmen sind diese Probleme bekannt und die in der DIN 4150-3 klar definierten Grenzwerte für Schwingungsgeschwindigkeiten werden meistens weit überschritten. So gelten Baustellen nach dem Bundes-Emissionsschutzgesetz BimSchG § 5 und § 2, sowie § 22, Abs. 1/6.1 in der Regel nicht als genehmigungsbedürftige Anlagen. Die Arbeiten darauf sind aber so abzuwickeln und zu betreiben, dass schädliche Umwelteinwirkungen verhindert werden, die nach dem Stand der Technik vermeidbar sind. Unvermeidbare schädliche Umwelteinwirkungen sind nach dem Stand der Technik auf ein Minimum zu beschränken. Diese Vorgaben waren aber meistens bis jetzt mit den bekannten Verdichtungsgeräten nicht einzuhalten. Durch die Form der sechseckigen Grundplatte ist der Anbauverdichter überall zu platzieren. Es entfällt eine störungsanfällige Drehdurchführung mit Drehmotor. Das I-Tüpfelchen setzt Stehr noch obendrauf: ohne dritte Hydraulikleitung wird das Lecköl der Ölmotore über ein Vakuum abgesaugt und über die Rücklaufleitung durch den Filter in den Tank geleitet. Für den größten Stehr-Anbauverdichter mit 120 kN (4 x 30) Zentrifugalkraft werden zum Antrieb nur 65 Liter Hydrauliköl bei 180 bar gebraucht. Somit ist ein Betrieb an Kompaktbagger ab 7 to. möglich. Auf einer Kanalbaustelle der Fa. Trautmann in Aschaffenburg wurde der Stehr-Plattenverdichter SBV 120 HF mit Erfolg an einem Bobcat 442 / 7,5 to. Kompaktbagger eingesetzt. Die Baustelle - mit sensiblem Baugrund direkt am Main gelegen - wird von dem Ing.-Büro Schütz, Groß-Zimmern durch Meßsensoren, die die Schwingungen nach der DIN 4150 aufzeichnen, überwacht. Als einziges Verdichtungsgerät mit dieser Wuchtkraft bestand der Stehr-Plattenverdichter die Vorgaben dieser Erschütterungs-messung. Die Erschütterungen lagen noch innerhalb der vorgegebenen Toleranzen. Bei der Fa. Feickert aus Weilburg, die sich auf innerörtlichen Spezial-Kanalbau spezialisiert hat, sind mittlerweile viele Stehr-HF Plattenverdichter mit Liku-Fix Schnellwechsler im Einsatz, da es hier auch schon einige Stillstandzeiten durch den Einsatz mit herkömmlichen Plattenverdichter gab.

Herr Hansen von der Fa. Wieben, Westerröhnfeld/Schleswig-Holstein: "Acht Stehr-HF Anbauverdichter mit Oil-Quick-Schnellwechsler sind bis jetzt bei uns im Einsatz. Diese werden auf innerörtlichen Baustellen in Zukunft nur noch eingesetzt, um Ärger mit Anliegern im Vorfeld schon zu vermeiden".

Es gibt die Stehr-Hochfrequenz-Anbauverdichter für Bagger ab 2,5 to: den SBV 60 mit 60 kN Zentrifugalkraft mit einem Gewicht von 395 kg und einem Ölverbrauch von 40 Litern und den SBV 120 HF mit 120 kN Zentrifugalkraft mit einem Gewicht von 764 kg und Ölverbrauch von 65 Litern. Die Anbindung an sämtliche Schnellwechselsysteme - ob hydraulisch oder mechanisch - ist möglich.

Stehr hat wie schon oft eine einfache Lösung gefunden, den Großen gezeigt, was der Markt verlangt, und ein Gerät präsentiert, das genau wie einige andere Stehr-Entwicklungen den Stand der Technik neu definiert.

 

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